Dieser Kurzfilm greift ein schon seit vielen Jahren hochbrisantes Thema auf. Viele junge Powergamer verbringen bis zu 16h am Tag vor dem PC und zocken Games wie Counterstrike, World of Warcraft, The Sims Online... Spätestens seit den Attentaten von Erfurt oder Colombine ist eine Verbindung zwischen spielerischer und tatsächlicher Gewalt allgemein anerkannt. Umstritten ist jedoch, ob und inwieweit die Einsichts- und Kontrollfähigkeit des Einzelnen hierunter zu leiden hat. Die Theorie, es entstünde eine gewisse Distanz zur Realität und es ändere sich in den meisten Fällen auch der Lebensstil der betreffenden Personen, ist hierbei - im Gegensatz zu "Der Powergamer verwirke seine Gewaltpfantasien lediglich am Computer und sei in Realität dann ausgepowered!" - scheint dabei klar im Vormarsch zu sein.
Vier Medientechnikstudenten der Hochschule Mittweida haben das Thema mit ihrem Kurzfilmdebut "The Striker" aufgegriffen und ... zwar keiner Lösung zuführen ... aber immerhin mal wieder ein Stückchen mehr in den Focus der Öffentlichkeit rücken können. Ihr Werk hat in dem ein oder anderen Forum eine heiße Debatte hervorgerufen. Nach Auffassung der Filmbrunch-Crew hätte diese jedoch durch ein klareres Beziehen einer Stellung verhindert werden können. Wir wollen jedoch keine Vorab-Zensur betreiben.
Zu sehen und kritisch betrachten gibt es den Film deshalb am 2.3.2008 zum Filmbrunch-Thema „Untaten“.
Kamera: Maik Viertel
Darsteller: Christian Riegert (Zocker) Andreas Zengler (Amokläufer)
Regie: Martin Lechtschewski Prädikat: Für ein Debut schon recht beeindruckend!
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